Expomedia LIGHT-CUBE


 Medienfassade - Grundprinzien der Gestaltung
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Chaotische und fraktale Strukturen in der Natur sind im allgemeinen nichtlineare Phänomene,
trotz des euklidischen Grundkörpers -dem Würfel- sollte man das Objekt nicht linear begreifen.
In der abstrakten euklidischen Welt spielt der Maßstab keine Rolle. Wenn man Kugeln, Dreiecke, Quadrate oder gar Geraden vergrößert - oder verkleinert, erfährt man nicht viel Neues über das jeweilige Objekt.

Nicht so in der fraktalen Welt.
Hier gibt es Objekte die weder zwei noch drei Dimensionen haben, sondern etwas dazwischen - eben eine Geometrie zwischen den Dimensionen und genau diese Verhältnisse sichtbar zumachen durch DIE ERFINDUNG EINER LICHT-STRUKTUR SOWIE EINES STEUERUNGSPROGRAMMES war unser Ansatz.

Nicht die Figur des Würfels, sondern die Verwandlung seiner Erscheinungsform im Spiel des Lichts - dies ist unsere Erfindung, vermittelnd zwischen der Realität der gebauten Form und der Immaterialität des Lichts. Die Medienfassade ermöglicht mittels eines Rechnerprogrammes die Darstellung von abstrakt- sowie konkret künstlerischer Visualisierung von Aktivitäten und Informationen.

In zwei Ebenen hintereinander angeordnete, verschiedenartig leuchtendes Röhrensystem bildet ein räumliches Gitternetz , das sich über alle vier Seiten des Kubus legt. Sie symbolisieren auf abstrakter Ebene - Informationen, Bewegungen und Zustände. Grundlage der Steuerung dieser Lichtmuster ist die Visualisierung eines Plasmafraktals in dynamischer Formensprache.

Im Gegensatz zu der Leuchtfassade steht das Media-Board auf der Fassade. Es ermöglicht die Ergänzungen oder auch die Konfrontation der abstrakten Bilder mit der Abildung der Wirklichkeit. Das Media-Board vervollständigt das Spannungsfeld im Sinne von analoger und digitaler Welt.

Dieses Objekt ist im Moment in der Lage, mit den Technologien Schritt zu halten ohne dabei jemals seine Endgültigkeit zu erlangen. Dies gilt sowohl für den greifbaren als auch für den virtuellen Teil des Objektes, denn jede Komponente ist dazu verdammt, sich immer weiter zu entwickeln. Das Objekt ist ein Synonym für das Ineinandergreifen von analog und digital in unserer realen Welt.

Wir verstehen das Ganze als Experiment zwischen konventioneller Architektur– und Medienereignis.

 
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Kramm & Strigl
 Freie Architekten, Dipl Ingenieure